ADHS

port4 Im Mai 2012, wurde die Interessengemeinschaft ADHS auf Initiative der Kindertagesstätte „Arche-Noah“ gegründet. Vorangegangen ist die immer wieder auftauchende Frage: “ Wohin können Eltern mit ihren Kindern gehen, bzw. wo finden sie Unterstützung und Hilfe wenn der Verdacht auf ADHS besteht, oder auch schon diagnostiziert wurde?“

Im Landkreis Nienburg/Weser leben ca. 120225 Einwohner, davon rund 21000 Kinder. Wenn man davon ausgeht, dass 5 % aller Kinder von der Diagnose ADHS betroffen sind, bedeutet das für unseren Landkreis eine Anzahl von rund 10500 Kindern. Eine zentrale Anlaufstelle für Betroffene und deren Familien gibt es hingegen nicht. Entsprechend gering war auch das Angebot für eine qualifizierte Aufklärungsarbeit, bzw. das Angebot für Fachkräfte, sich entsprechend informieren zu können.

Die Interessengemeinschaft besteht bewusst aus unterschiedlichen therapeutischen Professionen, um sämtliche Bereiche des ADHS detailliert zu beleuchten und diese gegebenenfalls in den eigenen Gebieten zu ergänzen.

 

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Gründungsmitglieder

  • Heike Teichmann, Leiterin des ev. Familienzentrums Hoya
  • Ute Kastens, Leiterin der Krippe in der Kita „Arche-Noah“
  • Dr. Lars Budde, Hausarzt und Internist mit Expertise für ADHS
  • Sonja Löhmann, Dipl. Sozialpädagogin beim Kinder und Jugendärztlichen Dienst des Gesundheitsamtes im Landkreis Nienburg
  • Michael Albers, Dipl. Psychologe der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche des Landkreis Nienburg
  • Jutta Mack, Ergotherapeutin mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie aus dem Therapiezentrum Burgmannshof in Nienburg
  • Ralf Gropp, Ergotherapeut und Gründer des Therapiezentrums Burgmannshof in Nienburg

 

Zielsetzung

  • Strukturierung der entsprechenden Behörden und möglichen Fördermaßnahmen, wenn Betroffene diese in Anspruch nehmen möchten.
  • Abbau von Berührungsängsten gegenüber Behörden.
  • Stigmatisierung der Betroffenen entgegenwirken.
  • Betroffene Kinder werden möglichst früh gefördert.
  • Weiterqualifizierung der Fachkräfte in Schulen, Kitas und Beratungsstellen.
  • Sensibilisierung für die Problematik und Abbau von Vorurteilen.
  • Betroffene werden möglichst schnell und effizient unterstützt.
  • Bildung von Synergieeffekten.

Wichtig in der Zielsetzung ist für uns, die Betroffenen für eine multimodale Therapie zu sensibilisieren. An dieser Stelle soll auch eine Hilfestellung zur Ausschöpfung der entsprechenden Therapiestellen geboten werden, sodass eine Kombination der unterschiedlichen Maßnahmen zum Tragen kommt, welche sämtliche Interventionen berücksichtigt.

Eine breitgefächerte Informationsvielfalt soll helfen, Vorurteile und Stigmatisierungen abzubauen. ADHS soll in diesem Sinne keine Meinung bleiben, sondern als ernstzunehmende Störung wahrgenommen werden, welche nichts mit falschem Erziehungsverhalten oder übereifriger Diagnostik diesbezüglich zu tun hat.

Das Familienzentrum bietet in regelmäßigen Abständen thematische Informationsveranstaltungen für Betroffene und Fachkräfte an. Es besteht die Möglichkeit des Austausches und gegenseitiger Hilfestellung in der entsprechenden Fragestellung.


Ansprechpartnerin:
Jutta Mack

Ergotherapeutin,
Interessengemeinschaft ADHS